Ausbildung in Deutschland als Ausländer? Darauf solltest du achten

Ein Traum vieler ist es in Deutschland eine Ausbildung absolvieren zu können. Nicht nur die Arbeitsmärkte sind hervorragend, auch das Ausbildungssystem hebt sich bei weitem von anderen Ländern ab. Bekannt ist ebenfalls, dass sich in der Bundesrepublik ohne Studium auch sehr gute Karrierechancen ergeben. Wenn Du als Ausländer in Deutschland eine Ausbildung absolvieren möchtest, gilt es allerdings einiges zu beachten. In erster Linie musst du der deutschen Sprache sowohl in Wort und Schrift mächtig sein. Gefolgt von rechtlichen Aspekten stellt sich auch die Frage, wie Du eine Ausbildungsstätte finden kannst.

In der Regel sind Unternehmen auch ausländische Auszubildende einzustellen. Voraussetzung ist, dass sie die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gibt bekannt, dass etwa 60 Prozent der Jugendlichen eine Ausbildung in Deutschland bekämen, nachdem der Integrationskurs erfolgreich abgeschlossen wurde.

Rechtliches für eine Ausbildung in Deutschland

Für Bürger aus der EU, Schweiz, Liechtenstein, Norwegen oder auch Island spricht rein rechtlich nichts gegen eine Ausbildung in Deutschland. Ein Visum oder eine Aufenthaltsgenehmigung ist in diesem Fall nicht nötig. Du musst dich lediglich beim Einwohnermeldeamt deines neuen Aufenthaltsortes anmelden.

Kommst du nicht aus der EU, musst du ein Visum beantragen. Um eine Bewilligung für das Visum zu bekommen, musst du bereits eine Ausbildungsstätte vorweisen. Diese muss von der Bundesarbeitsagentur genehmigt sein. Weiterhin muss nachgewiesen werden, dass kein anderer Deutscher in der Lage ist, diese Ausbildung zu absolvieren.

Für eine Bewerbung bei einem Unternehmen benötigst du außerdem übersetzte Zeugnisse, die anerkannt und beglaubigt sind. Auf der Website »anabin.kmk.org« findest du weitere Informationen. Der Schulabschluss muss den deutschen Abschlüssen entsprechen, damit der Ausbildungsbetrieb eine bessere Einschätzung vornehmen kann. Weiterhin musst du ausreichende Deutschkenntnisse vorweisen können. Du kannst dich sowohl online als auch schriftlich bei den Unternehmen bewerben. Wenn du eine Zusage erhalten ist, benötigst du ein Visum. Des Weiteren musst du vorweisen, dass du über genug Geld verfügst um in Deutschland leben zu können. Hierfür sind je nach Bundesland 600 bis 700 Euro monatlich veranschlagt. Bis zum Ausbildungsbeginn benötigst du ebenfalls eine gültige Krankenversicherung. Der Antrag auf ein Visum kann einen Zeitraum bis zu drei Monaten in Anspruch nehmen. Du solltest dich daher rechtzeitig um jegliche Formalitäten kümmern.

Für Flüchtlinge gilt:

Wirst du von den Behörden abgeschoben, hast du auch trotz Ausbildungsvertrag keinen Rechtsanspruch darauf, die Ausbildung in Deutschland abzuschließen. Dies schreckt einige Unternehmen ab, da eine Abschiebung jederzeit eintreten kann.

PC-Kenntnisse als erforderliche Kompetenz

Neben der deutschen Sprache brauchst du Medienkompetenz. In Deutschland sind Computer aus der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Daher solltest du mit einem PC umgehen können. Einige Firmen fordern Office-Kenntnisse, welche als Grundlage für eine eventuelle Einstellung dienen. Andere Firmen fordern auch den kompetenten Umgang mit diversen Bildbearbeitungsprogrammen. Informiere dich also vorher genau, welche Kenntnisse dein Wunschbetrieb fordert. Eventuell lassen sich die Grundkenntnisse in deinem Heimatland erlernen, so dass du den Bewerbungsunterlagen ein Zertifikat über die Kenntnisse beifügen kannst.

Tipps damit du schnell eine Ausbildungsstätte findest:

In Deutschland verlaufen die Ausbildungen in der Regel dual. Dies bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsfachschule absolviert wird. Die Berufsschule erfolgt entweder an ein bis zwei Tagen pro Woche oder blockweise. Warst du bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle noch nicht erfolgreich, ist es sinnvoll sich mit den Berufsschulen in Verbindung zu setzen. Diese befinden sich an der Quelle und wissen in der Regel, welcher Betrieb noch offene Stellen ausschreibt und wo eine Bewerbung Sinn macht. Du kannst Dich sowohl telefonisch als auch per Mail mit den Berufsschulen in Verbindung setzen. Befindest Du dich bereits in Deutschland, um persönlich nach einem Ausbildungsbetrieb zu suchen, kannst du einfach zur nächsten Berufsschule gehen und dich vor Ort über die Möglichkeiten informieren. Im Internet findest du sowohl die Fachgebiete sowie die Adressen der einzelnen Berufsschulen. Großstädte wie München, Berlin oder Frankfurt bieten eine breitere Auswahl als Kleinstädte.

Klingt zu kompliziert? Bei uns ist es ganz einfach!

Bewirb dich bei uns an der WWV Bildungsakademie. Wir beraten dich gern. An der WWV bekommst du deinen Ausbildungsplatz, sobald du die jeweiligen Voraussetzungen erfüllst. Du benötigst keinen Nachweis, dass kein anderer Deutscher diese Ausbildung haben wollte. Erfüllst du die Voraussetzungen für deine Wunschausbildung noch nicht, kannst du bei uns deinen MSA oder sogar dein Fachabi machen.

Aufgrund der vollschulischen Form bei uns, können Defizite in der deutschen Sprache gut aufgefangen werden. Wir bieten dir bei Bedarf auch eine Art Deutsch-Nachhilfe an.