Darauf solltest du als Azubi in den sozialen Medien achten

Social-Media-Plattformen sind aus dem Privat- und Berufsleben nicht mehr wegzudenken. Du hast vermutlich mindestens einen Account bei Facebook, Twitter, Instagram oder anderen Seiten, auf dem du dich regelmäßig mit anderen austauschst. Neuigkeiten über dein Leben oder Interessantes aus aller Welt sind dort schnell mit deinen Freunden und Bekannten geteilt. Wie du verhinderst, dass du als Azubi irgendwann einen deiner Beiträge bereust, erklären wir dir im Folgenden:

1. Du hast die Nase voll? Mecker oldschool!

Jeder ist von der Schule, dem Beruf, der Ausbildung und Lehrern oder Vorgesetzten mal genervt. Das ist völlig in Ordnung. Wenn du Dampf ablassen musst, dann mach das aber auf keinen Fall in den sozialen Medien. Lad dir Freunde ein oder geh mit ihnen aus, und erzähle ihnen von Angesicht zu Angesicht von deinem Stress. Beschimpfungen deiner Lehrer oder Ausbilder in sozialen Medien sind jedoch ein No-Go. Egal, wie privat du deinen Followerkreis hältst und egal wie sehr du deinen Freunden dort vertraust, was einmal im Netz gepostet wurde, solltest du dir stets als „für immer da draußen“ vorstellen. Gehe entsprechend mit Aussagen, die du posten möchtest, um. Ein Screenshot ist schnell gemacht, ein Beitrag schnell geteilt und über wenige Klicks gelangt dein Post dann vielleicht doch an die falsche Stelle. Was du einmal gepostet hast, kannst du nicht mehr zu 100 % zurücknehmen, selbst wenn du es löschst.

2. Vermeide kritische Inhalte

Deine Profile in den sozialen Medien solltest du als Azubi generell „sauber“ halten. Nicht nur für zukünftige Arbeitgeber und Berufsschulen, die Bewerber inzwischen vermehrt im Netz recherchieren, sondern auch für deine eigene Seriosität. Beleidigungen, obszöne Bilder oder ein Album nach dem anderen voller Partyfotos lassen keinen guten Eindruck von dir entstehen. Wie du dich im Netz präsentierst, kann auch auf deine Berufsschule zurückfallen. Wenn du dir unangenehme Gespräche und schlimmere Folgen ersparen willst, dann poste am besten nur Unverfängliches. Dieser Tipp kann für dein ganzes Leben lang von Wert für dich sein, besonders aber, wenn du mit Beginn deiner Ausbildung in die Arbeitswelt eintrittst.

3. Vorsicht bei Krankmeldung

Wer vom Arzt ein Attest über Arbeitsunfähigkeit hat, der muss deswegen nicht unbedingt 24 Stunden am Tag im Bett bleiben. Spaziergänge oder Einkäufe kann man meistens auch bei Krankheit erledigen. Eine Krankmeldung zum (im wahrsten Sinne des Wortes) Krankfeiern oder gar für Urlaub oder Ausflug zu nutzen, kommt dagegen gar nicht gut: noch weniger empfehlenswert ist es, davon Fotos zu posten. Wer sich bei Krankheit nicht nur Bettruhe, sondern auch Social-Media-Ruhe verschreibt, ist auf der sicheren Seite.

Beachte unsere Tipps unbedingt auch, wenn du unter Pseudonym online bist oder den Kreis deiner Freunde online kleinhältst. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Du hast kaum einen großen Gewinn davon, zweifelhafte Inhalte zu posten, gehst damit aber ein hohes Risiko ein. Auch unter Pseudonym und mit nicht erkennbarem Profilbild kannst du eventuell über die verknüpfte Telefonnummer oder E-Mail-Adresse gefunden werden.

Du weißt außerdem nie, wer deine Inhalte teilt. Ein Freund, der etwas lockerere Sicherheitseinstellungen hat als du, meint es vielleicht gar nicht böse, sorgt durch seinen Klick auf „Teilen“ aber dafür, dass dein Beitrag über Ecken doch bei jemandem landet, der ihn besser nicht gesehen hätte – das können sowohl deine Lehrer sein, als auch Leute aus dem Betrieb. Nicht selten sind Arbeitgeber, Lehrer, Ausbilder und Auszubildende auch auf Facebook und anderen Seiten miteinander verknüpft; „befreundet“. Selbst, wenn du diese Kontakte nicht akzeptierst, steigt bei gleichem Bekanntenkreis die Möglichkeit, dass ein Freund eines Freundes deinen Lehrer oder Auszubildenden kennt. Besonders, wenn es sich um Mitschüler oder Kollegen handelt.

Verhalte dich auf den sozialen Medien also so, wie du dich auch deinen Lehrern und Ausbildern gegenüber präsentieren würdest und du ersparst dir möglicherweise so manches Problem.