Was will ich werden? – Schüler vor dem Berufseinstieg

Fragt man kleine Kinder, die den Kindergarten besuchen, nach ihren Berufswünschen, bekommt man meist eine prompte Antwort. Feuerwehrmann soll es sein oder Tierärztin. Pilot, Müllmann und Lehrerin stehen auch auf der Liste. Unsere Kinder wissen also, was sie vom Berufsleben erwarten, oder? Kurz vor dem Berufseinstieg sieht das leider anders aus.

Spaß steht an erster Stelle – auch im Berufsleben

Jugendliche und junge Erwachsene kurz vor dem Berufseinstieg wissen genau, was sie vom Berufsleben erwarten. Spaß soll der Job machen, zu jeder Zeit. Und viel Geld muss sich damit auch noch verdienen lassen. Waren die berufswünsche in Kindergartentagen also noch konkret und greifbar, sind die Anforderungen jetzt eher abstrakt. Mit welchem Berufsbild oder in welcher Branche sie sich diese Ansprüche erfüllen wollen, das wissen die SchülerInnen leider nicht. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Allensbach Studie.

BerufswahlSchule – und nun?

Die Studie trägt den Titel „Schule – und dann?“. Diese Frage wirkt schon fast ironisch, wenn man sich die Ergebnisse der Studie anschaut. Denn es scheint eine Art kollektive Ratlosigkeit zu dieser Frage vorzuherrschen. Eine gute Nachricht gibt es auf jeden Fall. Der eigene, zukünftige Job ist den Schülern keineswegs egal, die Anforderungen sind hoch. Neben der Möglichkeit zur Selbstverwirklichung muss der Job auch viel Geld abwerfen und sicher sein. Diese Anforderungen lassen sich allerdings vor allem in den Berufsanfängerjahren nur bedingt umsetzen. Vor allem dann, wenn die zukünftigen Arbeitnehmer gar nicht wissen, was sie besonders gut können und in ihren Job einbringen können. Hier klaffen also Anspruch und Realität weit auseinander. Enttäuschung und Frustration sind daher vorprogrammiert.

Unsichere Lebensphase

Betrachtet man die Fakten, ist die Phase des Berufseinstiegs eine besonders unsichere Phase. Es kommen völlig neue Anforderungen auf die jungen Erwachsenen zu, die Plätze im Leben müssen gefunden werden. Wenn dann nicht klar ist, wo die individuelle Reise hingehen soll, macht das diese Phase noch unsicherer. Nur ein knappes Drittel der Schüler im letzten Schuljahr wissen, was sie machen wollen. Alle anderen wissen noch nicht so richtig, wie es weitergeht. Obwohl sich mehr als die Hälfte aller Schüler auf die Zeit nach der Schule freien, haben eben auch 25% der Schüler Angst vor der Zukunft.

Gut gecoacht – oder doch nicht?

In den meisten Fällen finden die jungen Erwachsenen dennoch ihren Weg. Wie ist das möglich? Viele Schüler werden von ihren Eltern beraten und finden so einen Ausbildungsplatz oder ein Studium, das ihnen tendenziell liegt. Aber nicht alle Schüler kommen in den Genuss dieser Beratung. Schüler, die aus eher schwierigen Verhältnissen kommen, haben also auch hier einen gravierenden Nachteil. Daneben gibt es viele elterliche Beratungen, die nicht im Sinne des Kindes sind. Zu subjektiv ist der Blick auf das eigene Kind. Außerdem sind solche Entscheidungen oft nicht intrinsisch motiviert. Ehrgeiz und Durchhaltevermögen können unter diesen Umständen nur begrenz aufgebracht werden. Aus diesem Grund scheint es wohl die beste Lösung, die frühzeitige Berufsberatung in der weiterführenden Schule weiter aufzubauen. Nur so kann man sicherstellen, dass sich alle Schüler vor dem Berufseintritt ausreichend mit dem Arbeitsmarkt und den eigenen Vorstellungen beschäftigt hat. Dann ist es auch kein Problem, eine Entscheidung zu fällen, die das gesamte weitere Leben prägt.

Hilfe bei der Berufswahl

Bei uns an der WWV Bildungsakademie stehen wir dir vor und während deiner Ausbildung gern beratend zur Seite. Unser vielfältiges Ausbildungsangebot bietet dir reichlich Möglichkeiten für die verschiedensten Jobs. Lass dich bei uns beraten, welche Ausbildung und welcher Job gut zu dir passen könnte.